Heinz-Sielmann-Grundschule Haßleben

 

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Haßlebener Grundschule bleibt "Umweltschule Europa"

So langsam könnte die Grundschule Haßleben mit ihren Umweltfahnen einen eigenen Windpark aufmachen. Am Freitag brachte Marianne Herrmann für den Naturschutzbund (Nabu) die bereits 16. Urkunde samt Stempel und wehender Anerkennung als "Umweltschule Europa" in die Heinz-Sielmann-Grundschule.


Haßleben. Jedoch so selbstverständlich, wie dies vielleicht klingt, ist das nicht. "Wir haben anfangs auch gedacht; naja, da machen wir eben wieder mit", berichtet Margrit Pfarr, Lehrerin und Leiterin der Umwelt-Arbeitsgemeinschaft. "Aber so einfach ist es wirklich nicht."

Die 117 Mädchen und Jungen der Schule und die acht Pädagogen bewarben sich mit einem dicken Hefter voller dokumentierter Umweltaktivitäten um das erneute Zertifikat. "Einige Projekte, wie die Umwelt-AG und das Altpapiersammeln, bei dem sich mittlerweile sogar Leute aus dem Ort beteiligen, gibt es bereits seit vielen Jahren an unserer Schule", so Margrit Pfarr. "Den Fühlpfad und unser Hochbeet müssen wir bereits erneuern."

Bäume des Jahres, wie jüngst eine Lärche und eine Elsbeere, wachsen in dem Schulgelände in Haßleben wie auch die angepflanzte Benjeshecke. Der Teich im Biotop bekam eine Solarbelüftungsanlage. Gießwasser kommt nur von oben in Form von Regen oder von unten aus der Gera und nicht aus dem Wasserhahn.

"Ran an die Knolle" hieß es jetzt wieder beim Kartoffelernten. Die Kinder gehen auf Haselmausjagd, bekommen Naschhecken geschenkt, um die sie sich kümmern und die sie natürlich auch abnaschen. Auf Wanderungen lernen sie Pflanzen und Tiere der Umgebung kennen.

"Wir haben dabei viele Partner wie den Nabu, die Eltern, die Jägerschaft, Firmen, die Kleingartenanlage aus Riethnordhausen, die Cuxmühle in Werningshausen und andere", ist nicht nur Margrit Pfarr über die Unterstützung froh.

"Es kommt darauf an, dass sich die Umweltschulen auch nach außen öffnen und sich Partner von außen holen, damit die ökologische Nachhaltigkeit eben nicht nur auf die Schulen beschränkt bleibt", wichtete Marianne Herrmann vom Naturschutzbund - und übergab gestern Umweltfahne Nr. 16.

 

Quelle: Katrin Müller / 06.10.12 / Thüringer Allgemeine

Foto TA
Marianne Herrmann vom Nabu, Anne, Xenia, Philipp und Margrit Pfarr (von links) freuten sich über die bereits 16. Umweltfahne. Foto: Katrin Müller